Archiv des Monats November 2025


Gemeinsam stark für junge Menschen mit Krebs

Donnerstag 27.11.2025 - Kategorien: Aktuelles

Sehr geehrte niedergelassene Hämatologen und Onkologen,
sehr geehrte niedergelassene Hämatologinnen und Onkologinnen,

wir wenden uns in der besinnlichen Adventszeit mit der Bitte an Sie, junge Krebspatientinnen und -patienten im Alter zwischen 18 und 39 Jahren zu unterstützen.

Die Diagnose Krebs bedeutet einen gravierenden Einschnitt in die gesamte Lebensplanung dieser jungen Menschen. Neben der bestmöglichen Therapie und Begleitung rücken Themen wie Kinderwunsch & Familienplanung sowie Karriere & finanzielle Herausforderungen durch die berufliche Unterbrechung in den Vordergrund. Oft fühlen sich diese jungen Betroffenen mit ihren Sorgen und Fragen übersehen und allein gelassen. Als Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs setzen wir hier an und sind für diese jungen Menschen da.

Unser Angebot:

  • Informationen über Flyer, Social Media, Podcast und Videos
  • TREFFPUNKTE – regionale Anlaufstellen für und von Betroffenen
  • TREFFPUNKT „Pura Vida“ richtet sich an junge Erwachsene, die mit Metastasen oder einer palliativen Diagnose konfrontiert sind
  • TREFFPUNKT „Queer“ – Online-Gruppe für junge Menschen mit Krebs, die sich der queeren Community zugehörig fühlen
  • JUNGES KREBSPORTAL – kostenlose, anonyme Beratung von Experten/Expertinnen
  • Promotionsstipendien
  • STUDIENPORTAL

Zudem setzen wir uns verstärkt für das „Recht auf Vergessenwerden“ (RTBF) ein. Viele junge Menschen, die eine Krebserkrankung überstanden haben, werden diskriminiert. So werden z.B. Berufsunfähigkeits- oder Lebensversicherungen abgelehnt oder unangemessen und mit pauschal hohen Prämien angesetzt, die Aufnahme von Krediten behindert, Verbeamtungen verwehrt und selbst Adoptionswünsche bleiben unerfüllt. Für die Betroffenen bedeutet dies, dass sie nach einem oft beschwerlichen Weg bis zur Heilung ihr Leben nicht auf Augenhöhe mit Gleichaltrigen fortsetzen können. Nach dem medizinischen Stigma der Krebserkrankung folgt somit häufig eine soziale Stigmatisierung. Hier gibt es eine umfangreiche Schrift zusammen mit dem DGHO e.V. zu „Recht auf Vergessenwerden – Keine Benachteiligungen von jungen Erwachsenen mit Krebs mehr zulassen (Band 22).

Mehr dazu unter Recht auf Vergessenwerden – DSFJEMK

Wie Sie helfen können:
Informieren Sie Ihre jungen Patientinnen und Patienten über unsere Angebote! Sie helfen direkt, wenn Sie an uns verweisen. Gerne lassen wir Ihnen dafür Informationsmaterial zukommen.

Engagieren Sie sich für das Thema „Jung & Krebs“! Teilen Sie mit uns Ihr Fachwissen
oder werden Sie als Beraterin oder Berater in unserem JUNGEN KREBSPORTAL aktiv.
Sie helfen uns und den Betroffenen, wenn Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen auf das Thema „Jung & Krebs“ aufmerksam machen.

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende! Unsere Projekte mit und für junge Betroffene sind spendenfinanziert. Gemeinsam mit Ihnen sichern wir unser Angebot und unterstützen junge Menschen mit Krebs zuverlässig.

Wir stärken eine Gemeinschaft, in der sich Betroffene verstanden, geborgen und gut begleitet fühlen.

Spenden Sie per Überweisung an:

Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs
IBAN: DE37 3702 0500 0001 8090 01
BIC: BFSW DE33 XXX

Unser Kontakt per E-Mail: .
Weitere Informationen im Internet unter www.junge-erwachsene-mit-krebs.de.

Wir danken Ihnen im Voraus vielmals für Ihr Engagement und wünschen Ihnen und Ihren Lieben eine besinnliche Weihnachtszeit.

Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Stiftungsteam


Neuer BNHO-Vorstand rückt ambulante Versorgung und Digitalisierung noch stärker in den Fokus

Donnerstag 20.11.2025 - Kategorien: Aktuelles, Presse

Neuer Vorsitzender an der Spitze der berufspolitischen Vertretung der niedergelassenen und angestellten Fachärztinnen und Fachärzte für Hämatologie und Onkologie.

Köln, 19. November 2025 Anlässlich der Mitgliederversammlung des Berufsverbandes der Niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte für Hämatologie und Medizinische Onkologie in Deutschland e.V. (BNHO) in Köln, wurde PD Dr. Thomas Illmer mit großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Prof. Dr. Wolfgang Knauf, der den BNHO e.V. sieben Jahre engagiert und erfolgreich als Vorsitzender geführt hat und seine aktive Mitgliedschaft im BNHO e.V. mit dem Ausscheiden aus der Patientenversorgung satzungsgemäß beendete. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Dr. Carsten-Oliver Schulz aus Berlin. Weitere Mitglieder des 8-köpfigen Vorstandes sind: PD Dr. Dr. Geothy Chakupurakal aus Rheinland-Pfalz, Dr. Christoph Groth aus Nordrhein-Westfalen, Dr. Max Hubmann aus Bayern, Dr. Michael Metz aus Niedersachsen, Dr. Julia Tucholke aus Hessen und Dr. Stefan Wilhelm aus Mecklenburg-Vorpommern. „Wir freuen uns über die regionale Vielfalt unseres Vorstandsteams von Bayern bis Mecklenburg-Vorpommern, die es uns ermöglicht, die hämatologisch/onkologische Versorgung in ganz Deutschland umfassend abzubilden“, so BNHO-Vorsitzender PD Dr. Thomas Illmer, selbst aus Sachsen.

Ein starker, handlungsfähiger Berufsverband wird in diesem Sinne auch durch die Satzungsänderung mit der in diesem Jahr erfolgten Öffnung des Berufsverbandes für alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Ärztinnen und Ärzte für Hämatologie und Onkologie sowohl mit als auch ohne unternehmerisches Engagement angestrebt.

In der kommenden dreijährigen Amtszeit wird der neue Vorstand unter anderem zentrale Themenfelder wie die Verbesserung und Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen in der ambulanten Versorgung sowie die digitale Vernetzung der niedergelassenen Krebsspezialisten im Sinne der intersektoralen Zusammenarbeit vorantreiben. Ein zentrales Element sind dabei Initiativen zur Integration von Versorgungsdaten aus den Mitgliedspraxen in Register wie die Klinischen Krebsregister und das nationale Netzwerk Genomische Medizin (nNGM). Mittelfristig wird dabei die damit verbundene zunehmende Digitalisierung des ambulanten Sektors die transsektorale Kommunikation erleichtern und damit Versorgungsstabilität erreichen.

Nach 14-jähriger Tätigkeit am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden ist PD Dr. Thomas Illmer seit 16 Jahren in einer Gemeinschaftspraxis in Dresden niedergelassen und war bereits zehn Jahre lang im engeren Vorstand des BNHO e.V. tätig. In Fachkreisen und politischen Gremien ist er insbesondere durch sein Engagement im Nationalen Krebsplan und in der Nationalen Dekade gegen Krebs, zwei Initiativen des Bundesgesundheitsministeriums bzw. des Bundesforschungsministeriums, bekannt.

„Wir setzen auf eine breit aufgestellte kooperierende ambulante Spitzenmedizin, die im Sinne der Patientinnen und Patienten wohnortnah verfügbar ist und dabei Versorgung und Forschung intersektoral eng miteinander verbindet“, so PD Dr. Thomas Illmer. „In Zusammenarbeit mit partnerschaftlichen Institutionen wie der KBV, dem BMG, der Deutschen Krebshilfe, der Dekade gegen Krebs, dem Nationalen Krebsplan und den universitären Spitzenzentren konnten wir bereits erste Erfolge erzielen, die es weiter auszubauen gilt.“

Auch für den stellvertretenden Vorsitzenden, Dr. Carsten-Oliver Schulz, steht die Sicherstellung einer flächendeckenden und qualifizierten Versorgung der Patientinnen und Patienten im zentralen Fokus der künftigen Verbandsarbeit: „Der BNHO e.V. setzt sich dafür ein, dass auch Patientinnen und Patienten in ländlichen Regionen vom Zugang zu moderner Diagnostik und Therapie profitieren und damit ein Stadt-Land-Gefälle in der Versorgung nicht entsteht.“

Über den BNHO e.V.

Der Berufsverband der Niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte für Hämatologie und Medizinische Onkologie in Deutschland (BNHO e.V.) vertritt bundesweit die berufspolitischen, wirtschaftlichen und sozialpolitischen Interessen seiner Mitglieder. Aktuell sind 590 niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte der Inneren Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie bzw. mit vergleichbarer hauptamtlicher onkologischer Tätigkeit im Berufsverband Mitglied. Die Mitglieder des BNHO e.V. behandeln in ihren Schwerpunktpraxen jährlich 600.000 Patientinnen und Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen. Die Geschäftsstelle befindet sich in Köln.